Unsere Insel ist La Réunion in der Tat

Von , 4. März 2010 04:40

Nachdem Rüdiger schon seine Zusammenfassung gepostet hat, soll meine nicht fehlen. Ich stimme ihm uneingeschränkt zu. Bei all meinen Reisen in der Vergangenheit habe ich nicht so eine Vielfalt erlebt wie auf dieser kleinen Insel im indischen Ozean. Man kann sagen, die Welt auf 2500 qkm. Nur der Schnee fehlt meistens auf dem Piton de Neige. Ansonsten könnte man wahrscheinlich auch noch Skifahren. Normalerweise komme ich zurück und könnte ein paar Freunden empfehlen, fahrt dahin, anderen würde ich wiederum abraten. Réunion kann ich allen empfehlen. Egal ob Extremsportler oder fusskranker Sofapotatoe. Da ich niemanden kenne, der 5* Service zum ALDI-Preis erwartet und für drei Wochen Luxushotel plus Flug nicht mehr als 500 Euro ausgeben will, kann ich diese Leute vernachlässigen. Für die ist Réunion nichts. Genausowenig wie für Leute, die deutsche Bratwurst und Schnitzel erwarten. Aber auch die kenne ich nicht. Ansonsten ist diese Insel für jeden zu empfehlen. Und wenn ihr jemals nach Australien wollt, dann kostet euch ein Ticket Paris – Sydney – Paris mit Air Austral gerade mal 1500 Euro mit dem Vorteil, dass ihr jeweils nur 10 Stunden fliegt, einen Stoppover auf Réunion machen könnt und das ganze absolut stressfrei ist. Der Anschlussflug nach Deutschland, Schweiz oder Österreich ist mit einem Billigflieger für lau zu bekommen. Das ist mein erster Geheimtipp Icon Wink in Unsere Insel ist La Réunion in der Tat

Ich wurde vor kurzem in einem anderen Blog gefragt, welche Kosten denn für einen 2-wöchigen Urlaub auf der Insel anfallen würden. Diese Frage kann ich nicht beantworten. Wie in jedem anderen Land kann man billig und teuer Urlaub machen. Wie in vielen Ländern üblich, werden Zimmerpreise verlangt. Eine zweite oder dritte oder vierte Person kostet nur unwesentlich mehr. Manchmal kostet eine Übernachtung in einem einfachen Hotel 30 Euro, als Einzelreisender zahlt man 28 Euro. Wie überall auf der Welt kann man viel oder wenig Geld ausgeben und damit zufrieden oder unzufrieden sein. Wir haben nur einmal eine Unterkunft gehabt, die uns irgendwie nicht so zusagte. Das war nur für eine Nacht, lag strategisch günstig und war nach dem Luxus und den herzlichsten Gastgebern der Welt in der Villa Belle einfach ein Kulturschock. Trotzdem gibt es nichts zu bemängeln.

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La Réunion – unsere Insel

Von , 3. März 2010 10:35

La Réunion ist keine Badeinsel, die große Betonburgen zur Bewältigung von riesigen Touristenströmen bietet und das hat diese Insel gerettet vor den üblichen Bausünden, hemmungsloser Umweltzerstörung und dem Fluch von den großen Reiseanbietern katalogisiert zu werden. Was ein Glück, denn die Schönheit und Vielseitigkeit muss man als Besucher nur mit 300.000 anderen Touristen im Jahr und den 800.000 Inselbewohnern teilen. 1750 km² der 2512 km² wurden 2007 unter Naturschutz gestellt und zu einem Nationalpark erklärt, der in seinem Abwechslungsreichtum unübertroffen ist.

Urwälder und Lavawüsten, schroffe Gebirgslandschaften und sanfte Weidegebiete, palmenbesäumte Korallenstrände und Steilküsten aus mächtigen Basalttürmen, Wasserfälle deren kühles Nass sich in natürlichen Süßwasserbecken sammelt und weite Zuckerrohrfelder, das alles findet sich auf engstem Raum. Daneben ein kulturelles Gemisch dessen Wurzeln aus dem Mutterland Frankreich, Indien, Afrika und China stammen, dessen Angehörige aus ihrer langen gemeinsamen Geschichte auf der Insel spannungsfrei zusammenleben und dabei in gegenseitiger Toleranz ihre jeweiligen Traditionen pflegen. Kulinarisch ist La Réunion ein Erlebnis: in drei Wochen ist es uns ein einziges Mal gelungen schlecht zu Essen und dies auch nur, weil wir uns zu müde und bequem für die besseren Alternativen für eine Pizza entschieden hatten. Sogar der Kaffee zum Frühstück -ein andernorts immerwährendes Risiko- war bis auf einen einmaligen Ausrutscher von bestem Aroma und ein Genuß.
Ja, dort spricht man französich und das unsere war leider reichlich mangelhaft. Dank der guten Empfehlungen von Brigitte Monat hatten wir aber in allen Unterkünften auch englischsprachige Verständigungsmöglichkeiten, sogar der ein oder andere deutsche Ansprechpartner ist -wenn auch selten- zu finden.
Und ja, diese Insel ist nichts für Langschläfer, denn die schönsten Panoramen der Bergwelt verlieren sich gerne am späten Vormittag im Nebel. Aber noch nie fiel uns das früh Aufstehen so leicht wie in diesem Urlaub, denn was immer es zu sehen gibt -und sei es der nächtliche Sternenhimmel- hält einen nicht im Bett.

Diese Insel ist unsere Insel und deshalb planen wir schon heute unsere Wiederkehr für Oktober diesen Jahres zum Whalewatching und Schnorcheln, Canyoning, der Vulkanbesteigung, dem kreolischen Kochkurs und den vielen anderen lohnenswerten Aktivitäten, für die drei Wochen einfach noch viel zu wenig waren.

Ja, wir haben uns verliebt in die Île de la Réunion.

Die Abreise

Von , 3. März 2010 00:46

Leider geht auch der schönste Urlaub einmal zu Ende und unserer endete am Freitag, den 26.02. Unser Abschied aus dem La Cle de Champs zogen wir in die Länge, ein kleiner Kaffee geht immer noch, aber gegen halb 12 brachen wir dann doch auf mit der trüben Aussicht, die nächste Nacht in einer Air France Maschine zu verbringen. Auch der Himmel war betrübt, der letzte Tag auf Réunion war gleichzeitig der einzige Tag an dem das Wetter schlecht war – bedeckt, überall auf der Insel und drückend heiss. Unser erster Weg führte uns nach St. Paul und den wöchentlichen Markt. Neben allerlei Waren aus Indien, China und Madagaskar, die man auch auf jedem Wochenmarkt überall auf der Welt findet, T-Shirts mit Aufdruck, bestickten Deckchen und anderen Firlefanz gibt es aber auch Gewürze, Gewürze und nochmals Gewürze, Vanille und Marmeladen, Obst und Gemüse und natürlich – wie könnte es anders sein – Stände mit reichhaltigem Essensangebot. Essen war angesichts der Hitze und des reichhaltigen Frühstücks nicht so unser Ding also beschränkten wir uns auf den Kauf von Vanille in grossen Bündeln und reichlich Gewürze inkl. einer Würzsosse, von der die Marktfrau meinte, sie sei very hot.  Ich kann das bestätigen, sie ist very, very hot.

Das Wetter war aber so trübe wie unsere Stimmung und irgendwie war es uns zu heiss, also zurück zum Auto und wir wählten den längsten Weg zurück in die Hauptstadt St. Dennis – die Route de Montagne. Irgendwann landeten wir bei einem Schild, der zu einem Park Colorado führte, ein Picknick- und Ausflugsparadies, gesponsert von der EU. Dort pausierten wir eine Weile, bevor wir uns in das Verkehrsgetümmel in St. Dennis stürzten. Nachdem fast jede Stadt auf Réunion mit Einbahnstrassen gesegnet ist, erlebten wir die Stadt aus dem Auto, standen im Stau und irgendwann fanden wir den Weg Richtung Flughafen. Unser Flieger ging um 22.00 Uhr, wir waren um 17.00 Uhr am Airport. Was tun? Es war so heiss, es war so schwül, die Aussicht auf Air France schlug auf die Stimmung, die Winterjacken im Kofferraum bei gefühlten 40 Grad machten uns auch nicht an. Wir beschlossen, das Auto erst um 20.00 Uhr abzugeben, die Winterklamotten im Kofferraum zu lassen und in weiser Voraussicht auf das zu erwartende Catering bei Air France uns den Bauch nochmal richtig vollzuschlagen. Das Flughafenrestaurant öffnete aber erst um 18.30 Uhr, die Bar hatte aber auf. So kamen wir noch in den Genuss einer Live-Band. Wie ihr es schon ahnt, das Abendessen war hervorragend. Wir bestellten Carry Poisson, bekamen natürlich eine Portion, die für eine 8-köpfige Familie ausreichen würde und bezahlten pro Essen gerade mal 6,50 Euro. Das Bier schlug dann doch mit 2,50 pro Flasche wesentlich heftiger zu.

Ich erspare euch die Details des Air-France-Essens, aber der undefinierbare Kartoffelbrei mit grünen Einsprenkelungen, der auf dem Lachbrei thronte schmeckte noch bescheidener als er aussah. Da wir aber zufrieden und satt waren, fiel es uns leicht, sowohl das Essen wie den undefinierbaren Rotwein unberührt zu lassen bis auf eine winzige Verkostung der kulinarischen Katastrophe. Die Sitze waren die gleichen wie beim Hinflug, der Service aber insgesamt ein wenig besser, weil freundlicher. Und ich durfte die ganze Nacht mein Fenster “offen” lassen und musste nicht die “Jalousie” schliessen wie beim Hinflug. Irgendwie überlebten wir beide diese Nacht, das Frühstück wurde sogar 1,5 Stunden vor der Landung serviert und nicht 25 Minuten vor der Landung wie beim Hinflug. In Orly angekommen sahen wir einen spektakulären Sonnenaufgang über dem Flughafen, freuten uns, dass wir in 2 Stunden zuhause sein würden und – Pustekuchen. Nachdem ich bei der Sicherheitskontrolle auseinander genommen wurde, weil meine Wanderschuhe piepsten, ich nach rund 10 Minuten endlich durch den Sicherheitscheck war, die Anzeigetafel ” IN TIME” für unseren Flug ausgab und wir aber kein Gate hatten, fragten wir den freundlichen Mitarbeiter am Air France Schalter. Der eröffnete uns, dass am Vortag das Reinigungspersonal gestreikt hatte und alle Flüge Verspätung haben. Unser Flug voraussichtlich eine Stunde.

Irgendwann ging es dann doch Richtung Heimat, nach 45 Minuten landeten wir und wurden von frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein empfangen. Das tat uns beiden gut, denn die Angst, bei Schneesturm und Minusgraden zurückzukehren war bei uns durchaus ausgeprägt.

Ich habe rund 1500 Fotos geschossen, die ich aber erstmal auswerten und sortieren muss. Es wird also noch eine grosse Bildgalerie mit den besten Fotos geben.

Die letzten drei Tage im Paradies

Von , 2. März 2010 23:22

Wir brachen am 23. morgens für unsere Verhältnisse recht spät auf, da das nächtliche Weingelage doch seinen Tribut forderte. Spät bedeutete für uns auf Réunion gegen 10.30 Uhr. Auf unserem Weg aus dem Cirque kamen wir an einem gewaltigen Erdrutsch vorbei und wir fragen uns immer noch, wie zur Hölle kam der Bagger auf den Abhang. Nett auch, dass es an den Baustellen Ampeln gibt – menschliche Ampeln. Funktioniert besser als bei uns, denn die reagieren mit ihrem rot-grün Schild auf den Verkehr.

An der Küste angekommen suchten wir die Cascade Niagara und verfuhren uns promt, weil wir auf der falschen Flussseite fuhren. Was aber auf Réunion immer ein Erlebnis ist, jede Strasse, sei sie noch so unbedeutend, führt irgendwo hin Icon Wink in Die letzten drei Tage im Paradies und man bekommt immer neue Eindrücke. Irgendwann fanden wir dann doch die richtige Stelle (wobei wir nicht die richtige Cascade fanden, aber da es so viele gibt, spielt es keine Rolle). Rüdiger nahm sein erfrischendes Bad und ich hielt nur meine Füsse ins kühlende Nass.

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Mein geliebter Nebel

Etwas schwierig gestaltete sich die Suche nach unserer letzten Unterkunft, da wir natürlich anders fuhren als in der Wegbeschreibung beschrieben. Aber der freundliche Tankwart im Ort half uns weiter und so fanden wir das kleine Paradies La Clé des Champs in  Bellemène-les-hauts doch noch. Ach, ich sollte erwähnen, als wir nachmittags gegen 15.00 Uhr ankamen, war es neblig und grau, aber ich kannte das ja schon.  Wir wurden freudig von den zwei Hunden und dem Kater begrüsst, durften den hauseigenen Kaffee probieren (wunderbarer Kaffee aus der eigenen Kaffeeplantage) und das Abendessen war sensationell. Martine, die Hausherrin kocht einfach wunderbar und wir sanken zufrieden, satt und glücklich ins weiche Bett. Da wir auf 700 Meter Höhe waren, der Maido nur 15 km entfernt ist, beschlossen wir, am nächsten Morgen um 7.00 Uhr hochzufahren und doch noch einen Ausblick auf den Mafate zu erhaschen. Das erste Mal sahen wir ausser Nebelschwaden (ihr habt ja das Video gesehen) nichts.

Rüdiger fuhr wie ein Berseker den Berg hoch – Gott sei Dank, denn ich konnte noch vier Photos machen bevor mein Freund, der Nebel meinte: Du siehst heute nichts mehr. Auf dem Rückweg liefen uns auch noch ein paar Kühe über den Weg, was reichlich skuril ist, wenn man gerade auf 2100 Meter  und die Landschaft vor einer Kurve noch Lava mit spärlichem Bewuchs war. Das Frühstück fand wurde dann im Garten serviert – halb im Nebel und halb mit Blick auf die sonnenbeschienene Küste. Da wir unsere letzten Tage geruhsam verbringen wollten und die Gegend an der Küste schon kannten, entschlossen wir uns schnorcheln zu gehen. Durch den Cyclon Gélane war das Meer aber sehr aufgewühlt und man sah zwar viele Fische und Korallen, aber ich würde sagen, unter Wasser herrschte “Nebel”. Der nächste Tag aber brachte das herrlichste Wetter und eine absolut ruhige See und so schnappten wir uns das Unterwassergehäuse der Kamera, Flossen und Schnorchel und stürmten gegen 9.30 Uhr den Strand bei L’Erimitage les Bains. Und was soll ich euch sagen, es war wunderbar. Gegen 12.00 Uhr meinte Rüdiger zu mir: Heute ist es zwar sehr warm, aber sehr angenehm und überhaupt nicht heiss. Kaum hatte er diesen Satz ausgesprochen kam ein heisser Wind aus Richtung Berge, es fühlte sich an, als ob jemanden einen Fön eingeschaltet hatte und es wurde unerträglich heiss. Wir hielten es nicht lange aus und entschlossen uns, in die kühle Höhe zurückzukehren. Pustekuchen, auch dort war es unerträglich heiss. Aber ein spektakulärer Sonnenuntergang von unserer Terrasse entschädigte uns für den Schweiss, den wir an diesem Tag so ganz ohne grosse Anstrengung gelassen hatten. Natürlich war das Abendessen wieder sensationell, wir fielen zufrieden, satt und ein wenig traurig ins Bett, denn der nächste Tag war der Tag der Abreise. Aber Réunion wäre nicht Réunion, wenn es nicht noch etwas zu bieten hätte. Gegen halb vier wurden wir von lautem Grummeln geweckt und es tobte ein hübsches Tropengewitter mit Regen über der Insel. Auch das war uns neu, denn obwohl Regenzeit hatten wir noch kein Gewitter erlebt.

Der Cirque de Salazie, der wunderbare Ausblick und wie es weiterging.

Von , 2. März 2010 21:39

Nun endlich geht es weiter – auch wenn uns leider schon wieder der Alltag wieder eingeholt hat. Aber natürlich wollen wir euch nicht vorenthalten, wie es weiterging.

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Gelbes Blütenmeer

Als wir endlich unser Hotel im Cirque erreicht hatten empfing uns der übliche graue Nebel. Aber mittlerweile war ich schon so geübt, dass ich nicht mehr in Herbstdepression verfiel sondern wusste, am frühen Morgen wird uns wieder ein herrlicher Tag mit einem grandiosen Panorama erwarten. Exakt so war es auch. Die Aussicht beim Frühstück war grandios und wir machten uns sofort auf den Weg, den Cirque de Salazie zu erkunden. Er ist der grösste, mildeste und wärmste Cirque und über und über grün und voller Wasserfälle. Wir fuhren alle Strassen ab um am Schluss auf einer Forststrasse wieder bis auf fast 1900 Meter zu kommen. Alleine die Fahrt auf dieser Strasse zum beliebtesten Einstieg in den Cirque de Mafate ist ein wunderbares Erlebnis. Die ganzen Hänge waren mit gelben Blüten bedeckt, es grünte und mit jeder Kurve wurden die Ausblicke noch spektakulärer. Oben angekommen wanderten wir noch bis zur Passhöhe noch einen anderen Blick in den Cirque de Mafate zu erhaschen. Und wie soll es anders sein, wir hatten genau 3 Minuten, dann zog mein geliebter Nebel auf und die Sicht wurde schlechter.  Nach der Rückkehr zum Parkplatz tranken wir noch einen Kaffee am dortigen Stand und ein einheimischer Montainbiker meinte, man kann fast die Uhr nach dem Nebel stellen. Réunion ist eben keine Insel für Langschläfer.

Auf Réunion gibt es auch im hintersten Bergdorf und im entlegensten Weiler eine Pharmazie, ich habe noch in keinem Land der Welt so eine Apothekendichte gesehen. Aber just in dem Moment in dem wir eine brauchten, fanden wir keine. Mein Körper mag keine Moskitostiche und reagiert mit einer Art Beulenpest darauf. Nicht schlimm aber unangenehm und bei Hitze ziemlich nervend. Wir fuhren also bis zum Ort Salazie und endlich fanden wir die Pharmazie. Bemerkenswert: Die Kortisonsalbe mit 15 g kostete dort nur die Hälfte des deutschen billigsten Preises.

Da wir also schon weiter unten waren, erkundeten wir danach auch noch ein wenig die dortige Umgebung, fanden einen Bergsee, der auch im Allgäu liegen könnte, bestaunten Riesenbambus aus der Nähe und irgendwann wurde es aber so unerträglich heiss, dass wir uns auf den Weg in höhere Gefilde – sprich unser Hotel begaben. Dort lernten wir die einzigen deutschsprachigen Touristen kennen, die uns in drei Wochen begegnet sind – ein Arztehepaar aus Montpellier, die Gattin kam urprünglich aus Karlsruhe und da Rüdiger auch aus Karlsruhe kommt, stellte man fest, man hat gemeinsame Bekannte. Irgendwie war das sehr skuril, denn man rechnet Hell-Bourg auf 800 Meter Höhe nicht mit Gesprächen über den Karlsruher Baggersee. Wie auch immer, wir lehrten noch ein Fläschen Wein zusammen und fielen dann totmüde ins Bett.

Der nächste Morgen war wieder wunderbar, klar, Sonnenschein aber schon sehr warm. Da wir nun zu unserer letzten Station aufbrechen mussten, studierten wir die Karte und kamen auf die Idee, am Riviere Ste Suzanne eine der vielen Cascaden mit “eingebauten” Bassins zum Süsswasserschwimmen auszuprobieren.