Der Cirque de Salazie, der wunderbare Ausblick und wie es weiterging.

Von , 2. März 2010 21:39

Nun endlich geht es weiter – auch wenn uns leider schon wieder der Alltag wieder eingeholt hat. Aber natürlich wollen wir euch nicht vorenthalten, wie es weiterging.

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Gelbes Blütenmeer

Als wir endlich unser Hotel im Cirque erreicht hatten empfing uns der übliche graue Nebel. Aber mittlerweile war ich schon so geübt, dass ich nicht mehr in Herbstdepression verfiel sondern wusste, am frühen Morgen wird uns wieder ein herrlicher Tag mit einem grandiosen Panorama erwarten. Exakt so war es auch. Die Aussicht beim Frühstück war grandios und wir machten uns sofort auf den Weg, den Cirque de Salazie zu erkunden. Er ist der grösste, mildeste und wärmste Cirque und über und über grün und voller Wasserfälle. Wir fuhren alle Strassen ab um am Schluss auf einer Forststrasse wieder bis auf fast 1900 Meter zu kommen. Alleine die Fahrt auf dieser Strasse zum beliebtesten Einstieg in den Cirque de Mafate ist ein wunderbares Erlebnis. Die ganzen Hänge waren mit gelben Blüten bedeckt, es grünte und mit jeder Kurve wurden die Ausblicke noch spektakulärer. Oben angekommen wanderten wir noch bis zur Passhöhe noch einen anderen Blick in den Cirque de Mafate zu erhaschen. Und wie soll es anders sein, wir hatten genau 3 Minuten, dann zog mein geliebter Nebel auf und die Sicht wurde schlechter.  Nach der Rückkehr zum Parkplatz tranken wir noch einen Kaffee am dortigen Stand und ein einheimischer Montainbiker meinte, man kann fast die Uhr nach dem Nebel stellen. Réunion ist eben keine Insel für Langschläfer.

Auf Réunion gibt es auch im hintersten Bergdorf und im entlegensten Weiler eine Pharmazie, ich habe noch in keinem Land der Welt so eine Apothekendichte gesehen. Aber just in dem Moment in dem wir eine brauchten, fanden wir keine. Mein Körper mag keine Moskitostiche und reagiert mit einer Art Beulenpest darauf. Nicht schlimm aber unangenehm und bei Hitze ziemlich nervend. Wir fuhren also bis zum Ort Salazie und endlich fanden wir die Pharmazie. Bemerkenswert: Die Kortisonsalbe mit 15 g kostete dort nur die Hälfte des deutschen billigsten Preises.

Da wir also schon weiter unten waren, erkundeten wir danach auch noch ein wenig die dortige Umgebung, fanden einen Bergsee, der auch im Allgäu liegen könnte, bestaunten Riesenbambus aus der Nähe und irgendwann wurde es aber so unerträglich heiss, dass wir uns auf den Weg in höhere Gefilde – sprich unser Hotel begaben. Dort lernten wir die einzigen deutschsprachigen Touristen kennen, die uns in drei Wochen begegnet sind – ein Arztehepaar aus Montpellier, die Gattin kam urprünglich aus Karlsruhe und da Rüdiger auch aus Karlsruhe kommt, stellte man fest, man hat gemeinsame Bekannte. Irgendwie war das sehr skuril, denn man rechnet Hell-Bourg auf 800 Meter Höhe nicht mit Gesprächen über den Karlsruher Baggersee. Wie auch immer, wir lehrten noch ein Fläschen Wein zusammen und fielen dann totmüde ins Bett.

Der nächste Morgen war wieder wunderbar, klar, Sonnenschein aber schon sehr warm. Da wir nun zu unserer letzten Station aufbrechen mussten, studierten wir die Karte und kamen auf die Idee, am Riviere Ste Suzanne eine der vielen Cascaden mit “eingebauten” Bassins zum Süsswasserschwimmen auszuprobieren.

2 Antworten für “Der Cirque de Salazie, der wunderbare Ausblick und wie es weiterging.”

  1. Lotse Brandrede sagt:

    Also wer keinen Nebel mag, sollte Reunion wohl größräumig umschippern…?

  2. Ruediger sagt:

    Nicht wirklich. Wer keinen Nebel mag, sollte den Sommer dort (genauer: die Regenzeit) meiden, weil bei der hohen Luftfeuchte in den Bergen ab ca. 10:00 Uhr die Sonne den Tau als Nebel aufsteigen lässt. An der Küste hat mit Ausnahme von 2 Tagen in den ganzen drei Wochen die Sonne geschienen. Im Rest des Jahres ist die Luftfeuchte nicht ganz so hoch und demzufolge auch die Nebelbildung in den Bergen des Inselinneren gemäßigter.

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