Postkartenidylle und Mikroklimata

Von , 14. Februar 2010 14:16

IMG 04621-300x225 in Postkartenidylle und MikroklimataUnsere heutige Tour führte uns -ganz ohne an die Arbeit zu denken- auf den “Roche Merveilleuse”, eine Felsformation oberhalb des Ortes Cilaos, von wo aus man einen herrlichen Blick über den gesamten Talkessel hat. Die umgebenden Cryptomérias-Wälder erinnern oberflächlich betrachtet etwas an den Schwarzwald mit seinen dunklen Tannen. Der genauere Blick zeigt, dass viele der Bäume dicht mit Bartflechten bewachsen sind, was aus dem ausgesprochen feuchten Klima resultiert. Ab ca. 11:00 Uhr sollte man -ist man Wasserscheu- seine Aktivitäten in geschlossene Räume verlegen, denn regelmäßig regnen sich die feuchten Luftmassen, die von den Monsunwinden aus dem Westen auf die Insel getrieben werden um die Mittagszeit ab und schaffen hier ein Mikroklima, in dem die Bartflechte gut gedeiht und die Fauna aus Kröten und Insekten durch die Feuchtigkeit begünstigt werden. Arachnophobiker seien gewarnt: allerorten finden sich hier auch bis zu handtellergroße Seidenspinnen, die mit ihren Netzen Beute machen.

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Bartflechten

Diese besondere Klimazone im Cirque de Cilaos ist allerdings nur eine von über hundert verschiedenen, die auf der Insel zu finden sind. Dementsprechend gibt es neben Regen- und Nebelwäldern auch ein Tal, das Pleine des Sables genannt wird und das seinem Namen als Sandwüste alle Ehre macht. Wenn die Zeit es ermöglicht werden wir auch diese sehen, während wir im Laufe der Woche die Route Forrestière Richtung Piton de Fournais auf bis 2.400m Höhe erkunden und rund um den Kraterbereich wandern.

Nachtrag:
Nachdem heute Nachmittag nach dem Regen nochmal ein längerer Abschnitt guten Wetters folgte, haben wir uns nochmal auf die Piste gewagt. Ein kleiner Ausflug nach Ilet à Cordes, auf dessen Rückweg das folgende “Roadmovie” entstand.

Ab in die Berge

Von , 14. Februar 2010 07:35

Addiert Stilfserjoch, Timmelsjoch, Julier- und Lukmanierpass, subtrahiert deren gerade Abschnitte und dividiert die Straßenbreite durch zwei, dann habt ihr in etwa die Anfahrt in den Cirque de Cilaos (400 Kurven auf 30 km). Das macht zwar richtig Laune zu fahren, aber das erste Mal ist mir Übel geworden, obwohl ich selbst gefahren bin und auch Caros Teint verfärbte sich in einen zarten Grünton. Unser Hotel ist ein hübsches Haus im kreolischen Stil mitten in einem Touristenbergdorf wie man es ähnlich auch in den Alpen finden kann: typische Devotionalien eingeschlossen.

Ein Rundgang durch den Ort, ein kreolisches Abendessen -reichhaltig und gut wie das Essen auf der Insel offensichtlich nahezu überall zu sein scheint- und unser erster Bergtag neigte sich schon seinem Ende entgegen. Angenehme Kühle (22° C) lässt einen leicht frösteln und verheißt einen guten Schlaf in dieser Gebirgsidylle.

Flexible Taktik bei allen Wetterlagen

Von , 13. Februar 2010 00:36

Zunächst hatten wir ja eine Bootstour mit Schnorchelevent geplant, Petrus Planung war offenkundig anders. Morgens, wo es üblicherweise auch in der Regenzeit klares und hier in Boucan Canot reichlich sonniges Wetter gibt, regnete es leicht schon bevor wir uns zum Frühstücksbuffet bewegen konnten. Kein Problem, der Regen fand noch vor dem Frühstück sein Ende, aber es war weiter bewölkt und wir mussten davon ausgehen, nicht die optimalen Lichtverhältnisse für eine erfolgreiche Bilderjagd unter Wasser vorzufinden. So disponierten wir kurzerhand um und entschlossen uns, die sonnenfreie und damit auch temperaturmäßig erträglichere Zeit zu nutzen um einen Ausflug zum Grande Brulet, den Lavafeldern des La Fournaise zu machen, denn in der grellen Sonnenhitze wäre ein Spaziergang auf noch nicht vollständig erkalteter Lava vermutlich zu unserem persönlichen “Grand Brulet” geworden.
Es ging also flugs ins Auto und ab gen Süden Richtung Saint Pierre, dem idealen Ausgangspunkt sowohl für die Fahrt in die Berge als auch für einen Besuch jener Zone der Insel, die der Vulkan für sich beansprucht.

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36° und es wir immer heißer - im Stau

Unsere Fahrt endete geschuldet diverser Brückenbauarbeiten jäh vor Saint Louis, dem Ort, an dessen gegenüberliegender Uferseite Saint Pierre liegt in einem der berüchtigten Staus der Insel.
Nach etwa eineinhalb Stunden im Stau bei gemessenen 35° Aussentemperatur und geschätzten 38° Innentemperatur und Aussen wie Innen ca 95% Luftfeuchtigkeit, wurde uns schmerzlich bewusst, dass nicht nur unsere Klimaanlage im Auto reine Attrappe war, sondern dass man auch im sicheren Auto immer eine gefüllte Flasche Wasser mitführen sollte.
Mit gestiegenem Adrenalinspiegel setzte ich mich gegen meinen Schatz mindestens in der Beziehung durch, dass wir die nächste Wendemöglichkeit nutzen um den Autovermieter in Saint Denis am anderen Ende der Insel aufzusuchen um das Auto zurückzugeben und -wie gebucht- gegen eines mit funktionsfähiger Klimaanlage zu tauschen. Vor weiteren Konsequenzen bewahrte ihn nur gutes Zureden meines Herzblattes -auf diesem Weg nochmals danke, denn Totschlag wird schließlich auch auf Reunion wie in Frankreich bestraft.
Ja, es geht: es gibt auch hier und sogar beim Autovermieter unseres Mißtrauens Fahrzeuge die tatsächlich klimatisiert sind -mon dieux, warum nicht gleich so. Jetzt waren wir aber schon mal in Saint Denis und die Nordseite der Insel war gedanklich zwar eingeplant, aber noch nicht terminiert. Was lag näher, als die gute Gelegenheit zu nutzen mit einem vollklimatisierten Kfz dieselbe zu bereisen, zumal wir wussten, dass die Fahrt gegen den Urzeigersinn irgend wann unweigerlich wieder im Stau münden würde.
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Üppige Vegetation am Anse des Cascades

Wir fanden einen weniger touristisch erschlossenen Teil des Eilandes vor mit einer derart üppigen Vegetation, dass einem die vielfältigen Grüntöne und die unterschiedlichen Arten schier die Sprache verschlugen -Tropenfauna at it’s best.
Zügig ging es durch die Landschaft deren Abwechslungsreichtum einfach fasziniert.
Eine Pause an der Nordspitze von La Réunion, dem Anse des Cascades mit seinen unzähligen Wasserfällen, die mitten aus der senkrecht abfallenden Wand hervortraten schon voll aus dem Basaltgestein früherer Vulkanausbrüche bestehend läutete den auch erdgeschichtlich jüngsten Teil unserer Inselrundreise ein.
Besonders beeindruckend war dabei wie schnell die Flora sich die Lavafelder als neuen Lebensraum erobert. Während jenes vom großen Ausbruch 2007 meist noch spärlich von Pionierpflanzen besiedelt war, fand sich auf einem Abschnitt der im Jahr 1998 entstand -also gerade mal 12 Jahre alt war- ein undurchdringlicher Dschungel unterschiedlichster Pflanzenarten (weitere Eindrücke finden sich in der Bildergalerie des heutigen Tages).
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Lavafeld des großen Ausbruchs 2007

Der spannendste Teil entstammt offensichtlich einem kleineren Ausbruch im Januar diesen Jahres und dampfte unter dem wieder einsetzenden Regen so heftig, dass ich mich mit einem kurzen Griff auf den Asphalt der Straßendecke versicherte, dass uns am parkenden Auto nicht die Reifen dahinschmelzen würden. Ein Stück angelaufener Alufolie, die glatt auf dem Boden ausgebreitet war zeugte davon, dass dort vor kurzem auch noch die Zubereitung warmer Speisen möglich war. Leider hat uns da der Akku der Kamera im Stich gelassen, aber wir werden im Laufe der nächsten Woche sicher nochmal Gelegenheit finden diesen spannenden Ort fotografisch genauer zu dokumentieren.

Alles in allem ein Tag der begann wie der Urlaub insgesamt: einfach miserabel, aber mit einem derartigen Entwicklungspotenzial, dass man am Schluss nur begeistert und nach einem gewohnt reichhaltigen Abendessen erschöpft von den vielen tollen Eindrücken ins Bett sinken kann, was ich jetzt auch tun werde, denn dort werde ich bereits erwartet. Bon Nuit!

Amuse Bouche

Von , 11. Februar 2010 22:54

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Abendstimmung in der Strandbar

Hilfe, wir werden hier auf eine ganz charmante Art für die Schlachtung gemästet: amuse bouche, der Gaumenkitzler. Wir bestellen ein einfaches Essen, weil die Portionen schon gar kein ganzes Menü zulassen und die excellente Küche überrascht jedesmal mit neuen Leckereien, so dass aus dem simplen Abendessen -na gut, Jakobsmuscheln kocht mein Schatz auch nicht alle Tage- doch noch ein vier Gänge Menu mit Vorspeise, Hauptgericht und zweimal Nachtisch wird. Die armen Pferde, die unsere gemästeten Körper nächsten Dienstag tragen sollen sind ernsthaft nicht zu beneiden.

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Sunset at the beach

Wir hatten es die letzten Tage wie geplant geruhsam, um erst einmal ein wenig runterzukommen. Morgen geht es mit dem Motorkatamaran auf’s Meer hinaus zum Schnorcheln, weil hier in der Bucht die Unterwasserwelt nicht ganz so reichhaltig ist und das war es dann mit Boucan Canot: Sonne Strand und jeden Tag heillose Schlemmergelage, diese Faulenzerhei hat Samstag ihr Ende, denn dann endet dieser Abschnitt der Reise und wir ziehen für das Wochenende in die Berge um. Im Cirque de Cilaos, einem der drei Talkessel der Insel, aus dem das erstklassige Mineralwasser stammt, das auch als Brauwasser für das erfolgreich getestete Bier Bourbon dient und der eingerahmt wird von den zwei höchsten Gipfeln der Insel -dem Piton du Neiges und dem Grande Bernard, beide um 3.000 m hoch findet sich unser neues Zuhause. Von dort aus werden wir -so gut es das erhöhte Körpergewicht noch zulässt- wandernd die neue Umgebung erkunden.

Faulenzen, faulenzen und faulenzen

Von , 9. Februar 2010 19:26

war das Motto des heutigen Tages.  Heute machten wir NICHTS, ausser unter einer einer Palme zu liegen, ein paar Runden zu schwimmen und zu lesen, die Wellen beim “branden” zu beobachten und jetzt gleich noch Essen gehen.

Es gibt heute also nichts zu berichten ausser: Urlaub ist einfach schön.

PS: Die WLan Verbindung im Hotel ist sehr schlecht, bricht immer wieder ab, daher kann es sein, dass wir uns auch mal nicht melden. Ich versuche jetzt noch, die Fílmchen von gestern hochzuladen, kann aber nicht garantieren, dass es mir gelingen wird.

Nebel, Nebel und Nebel

Von , 9. Februar 2010 00:36

So könnte man den heutigen Tag umschreiben. Bisher war mir Nebel nur als graues Etwas bekannt, aber Nebel kann schweben, wabbern, rauchen und vor allem die Sicht zunichte machen. Aber von Anfang an. Wir wollten heute einen Ausflug in die Berge unternehmen, so als kleine Einstimmung für unsere Wandertouren. Ein leichter Weg mit guter Sicht in den Maffat bot sich an. Wir fuhren also zeitig los, da laut Reiseführer ab 10.OO Uhr die ersten Wolken aufziehen und die Sicht beeinträchtigen. Die Anfahrt war schon reichlich spektakulär und jedem Alpenpass würdig. Das Wetter war gut, die Sonne schien, die Sicht auf der Fahrt war grandios aber je höher wir kamen, desto grauer wurde es. Als wir dann endlich auf 2208 m erschien die Landschaft in hübschen grau. Nur die Königskerzen gaben einen lustigen Kontrast zum Graugrün, graubraun und graublau. Wir machten uns also auf den Weg zum Aussichtspunkt und da kam er, der Nebel und wie er kam, habe ich für euch gefilmt. Vom Maffat war nichts zu sehen – es war ein hübschehellgrau welches statt der spektakulären Aussicht zu sehen war. So standen wir also da und überlegten, was wir nun machen. Und just in diesem Moment lies der Nebel einen Augenblick seinen Schleier fallen und gewährte uns einen kurzen Augenblick auf einen Teil des Maffat. Das wäre ihr Preis gewesen Icon Wink in Nebel, Nebel und Nebel um Sekunden später wieder so dicht und undurchdringlich alles zu verhüllen. Ich hielt einfach die Kamera in Richtung Abgrund, drückte auf den Auslöser und hoffte, das ich das gleiche Glück mit einer Landchaft habe wie mit schnellen Tieren – einfach draufhalten und irgendein Foto wird vielleicht was. Uns war klar, auf 2200 m brauchen wir es heute nicht weiter probieren, wir müssen wieder runter, dort wo die Sonne scheint. Alternativprogramm war eine Höhenstrasse auf rund 800 m, die parallel zur Küste läuft. Die Strasse war sehr schön, mit wunderbaren Dörfern, kurzen aber sehr spektakulären Blicken auf die sonnenbeschienene Küste, abenteuerlichen Kurven und leider keine Möglichkeit anzuhalten und zu fotografieren. Irgendwann übermannte uns der Hunger und der Durst, wir wollten ans Meer, Kaffee trinken, einen kleinen Snack zu uns nehmen und das Leben geniessen. Aber was macht das Wetter? Nein, es schickt keinen Nebel, aber als wir unten waren fing es an zu regnen. Also fuhren wir wieder nach “Hause” in unser Hotel und tranken da unseren Kaffee. Sieben Stunden waren wir unterwegs, hatten tolle Momente, Ausblicke und Erlebnisse, nur das, was wir uns vorgenommen hatten, die Wanderung, haben wir nicht gemacht. Macht aber nichts, war ein toller Tag. Wir hatten angenehme Temperaturen (auf 2200 m 18 Grad, die wirkich eine Erholung sind, denn auf Meereshöhe hat es über 30 Grad und momentan wahrschheinlich 95% Luftfeutigkeit. Während ich das hier schreibe, läuft mir der Schweiss die Stirn herunter, weil schreiben schon anstrengend ist.

Die Anreise oder auch das Air France Inferno

Von , 6. Februar 2010 19:43

Af Retarde1-300x184 in Die Anreise oder auch das Air France InfernoDante’s göttliche Kommödie stand für unsere Erfahrungen mit der Air France Pate: Es fehlte nur noch das Schild über der Gangway, das uns verkündet hätte: Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!
Aber der Reihe nach: Im vollen Reisefieber ging es mit dem Auto zum Euro-Airport in Basel. Viel zu früh dort angekommen, erwartete uns die nebenstehende Anzeigetafel, die uns in den ersten Schrecken versetzte, mussten wir doch zunächst fürchten, unseren Anschlußflug nach La Réunion zu verpassen und einen unfreiwilligen Aufenthalt in Paris einlegen. Zwei Stunden Zeit auf dem Euroairport totzuschlagen ist in etwa so reizvoll wie eine vollständige Sammlung Heintje-CD’s am Stück zu hören. Soweit so gut. Wir konnten boarden und eh wir uns versahen, war der Vogel in der Luft. Vom langen Warten hungrig geworden, servierte man uns Wasser und Snacks nach undefinierbarer Rezeptur -vermutlich eine Mischung aus Pappmache und Tapetenkleister, aufgepeppt mit Aromastoffen des nächsten Chemieriesen.
Die Spannung, den Anschluss noch zu erreichen hielt uns die knappe Stunde bis Paris Orly in Atem und als echte Glückskinder können wir vermelden: Auch die Maschine in Orly hatte eine Stunde Verspätung, weil unser Slot für den Start dank des uns bis dahin unbekannten Monsieur Lopez, der zu spät eintrudelte, verfallen war.
Wir hatten also das zweifelhafte Vergnügen, in diesem reichlich heißen Vorhof der Hölle -operated by Air France- nochmal eine zusätzliche Stunde zu verbringen.
Nicht ganz unerfahren in Langstreckenflügen waren wir ja beide, wenn auch noch im vergangenen Jahrtausend. Was Air France allerdings mit seinen Kunden treibt, ist aber beinahe unbeschreiblich. Sitze, deren Polsterung auch noch aus dem vergangenen Millenium stammten, so dass man mit dem Allerwertesten die Federn zählen konnte im 17-Zoll-Raster -was ich bis dato lediglich als Größe für einen kleinen Bildschirm kannte- und einem Service unter aller Würde: ausser dem obligatorischen Chicken-Meal gab es einen französischen Rotwein, dessen Herstellungsverfahren vermutlich dem Reinigungsgewerbe entlehnt war, das durch heftiges Auswringen von gebrauchten Putzlappen eine sicher ähnlich würzige Brühe produzieren kann und einen “Punsch” dem ich jedes Kölnisch Wasser getrost vorziehen würde -kurzum völlig ungenießbar.
Zu unserer eigenen Sicherheit sind wir ja veranlasst keine Getränke -oder eben maximal 100ml, was einen Durstigen nicht rettet- in den Flieger mitzunehmen. Unter diesen Umständen ist es schon als infernalisch zu bezeichnen innerhalb von 11 Stunden neben dem beschriebenen “Abendmahl” und einem kulinarisch ebenso reizvollen Frühstück keinerlei Service angeboten zu bekommen. Selbst ist der Mann: ich fand die Küche auch ohne Saftschubse und labte mich am Evian -nicht ohne meinen Schatz mitzuversorgen- wie sich von selbst versteht.
Unsere Stimmung erhellte sich mit dem beginnenden Tag, der uns herrliche Wolkenformationen zeigte. Inferno Af-300x189 in Die Anreise oder auch das Air France Inferno
Nach allen Unbilden erreichten wir das Ziel unserer Träume, holten den bereits reservierten Mietwagen am Airport ab und fuhren in unser Hotel wo uns endlich das ersehnte Kontrastprogramm zur Air-France-Hölle erwartete. Die Brandung des indischen Ozeans in den Ohren, der auf den 20 m breiten Sandstrand traf schlürften wir genussvoll unseren Begrüßungscocktail uns wussten: dies war der Beginn eines wundervollen Urlaubs.

Die Reisevorbereitungen

Von , 6. Januar 2010 13:41

Warum ausgerechnet La Réunion?

Wir hatten schon länger nicht mehr richtig warm und Strand gibt es zuhause auch keinen, was lag also näher, als den Winterurlaub auf der Südhalbkugel zu verbringen? Ja, es hätte auch Südafrika werden können oder vielleicht die Seychellen, aber ersteres schied aus weil wir beide keine Fußballfans sind und wegen der WM alle guten Hotels ausgebucht sind. Gegen die Seychellen sprach, dass Caro schon zweimal dort war und im Urlaub auch mal wieder etwas Neues sehen wollte. Ich war mit allem einverstanden, weil ich mich in den Urlaub eh einladen lasse und man einem geschenkten Barsch bekanntermaßen nicht ins Maul schaut.
Madagaskar war uns zu groß für 3 Wochen, die Malediven zu klein und auf Mauritius störte uns der Massentourismus – wir mögen unsere Nachbarn wirklich gerne, nur halt nicht im Urlaub treffen.
La Réunion ist 1/4 kleiner als Mallorca, gehört politisch zu Frankreich, hat die südlichste EU-Aussengrenze, bietet eine Abwechslung wie man sie bei dieser Größe eben nur auf Vulkaninseln findet und darüber hinaus alle Annehmlichkeiten einer europäischen Destination: stabile politische Verhältnisse, ein soziales Gefüge, mit dem man ohne permanente Gewissenskonflike zurecht kommen kann, eine Gesundheitsversorgung nach europäischen Standards und im Hinblick auf die Natur alles was man sich wünschen kann, Meer und Berge, Regenwald und Kuhweiden, exotische Früchte und neben der hervorragenden kreolischen auch die bekanntermaßen gute französische Küche.
Daneben ist es eine wahre Ökoinsel: bis 2025 soll die Energieversorgung voll auf Basis erneuerbarer Energien erfolgen, schon heute werden rund 40% CO2-neutral erzeugt.

Was tun auf Réunion?

Natürlich gibt es eine Woche Sommer, Sonne, Stranderholung, aber dann soll es rund gehen: Rund in der und um die Insel mit Reit- und Wanderausflügen, Baden in den zahlreichen natürlichen Süßwasserbecken, ein Inselrundflug der uns die Insel mit seinem immer wieder aktiven Vulkan aus der Vogelperspektive eröffnet und … mehr wird noch nicht verraten.
In der Sidebar sind vorab schon einige Informationsquellen zur Insel, sowie unsere Unterkünfte verlinkt.

Die Vorbereitung

Nicht Pauschal zu Reisen kann mühsam und kompliziert sein, muss es aber nicht. Bei unserer Recherche über die Insel stießen wir auf die Webseite von Brigitte, einer Münchnerin, die schon seit mehreren Jahren dort lebt und speziell deutsche Touristen betreut. Sie hat jede Menge guter Tipps auf Ihrer informativen Webseite zu bieten und hat darüber hinaus einen phantastischen Service im Angebot: individuelle Reisevorschläge, für die sie Hotels, Ausflüge und andere Aktivitäten organisiert und das ganze auch noch kostenlos, denn sie finanziert ihren Aufwand aus Provisionen, die sie von Ihren Partnern auf der Insel erhält. Unsere bescheidenen Französischkenntnisse werden so nicht überstrapaziert und wir können schon jetzt Danke für die vielen nützlichen Tipps sagen, die uns einen komfortablen und abwechslungsreichen Urlaub versprechen.

Begleitet uns doch online ab dem 6.2. auf unserer Reise, findet Bilder und Berichte unserer Erlebnisse und holt euch das, was wir heute schon haben: Lust auf La Réunion.